ERNÄHRUNG

Kuhbein 1Tiere richtig füttern bedeutet vor allem, sie artgerecht zu füttern.
Denn jede Tierart hat ganz bestimmte, artspezifische Ernährungsbedürfnisse.

Hunde sind Raubtiere und somit Fleischfresser. Ihr gesamter Körper ist auf das Fangen von Beute und die Verdauung von Fleisch und Innereien ausgerichtet. Der Hund deckt durch die Aufnahme von Fleisch und Innereien und Knochen seinen Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Dabei gibt es keine rassespezifischen Unterschiede. Zusätzlich nimmt er in Intervallen bestimmte Kräuter (z.B. Wurmfarn, Quecke) und reifes Obst zu sich.

Pferde sind als Steppenbewohner Hungerkünstler. Trotz intensiver Züchtungen zum Hauspferd haben wir die Anatomie und Physiologie durch die Züchtungen nicht  maßgeblich verändert: der Verdauungstrakt der Pferde ist auf ständige Zufuhr von energiearmen Futter angewiesen. Vor allem die Robustrassen, die häufig aus den Ursprungsländern sehr karges Futter gewöhnt sind, werden hierzulande einem Überangebot an Futter ausgesetzt.Heu ist die wichtigste Grundlage für eine gesunde Pferdeernährung. Wird qualitativ hochwertige Raufaser angeboten können viele Fehlernährungen vermieden werden.

In der TCM unterscheidet man nicht zwischen Nahrungsmitteln und Arzneien. Die Grenzen hierfür sind fließend, da jedes Nahrungsmittel medizinisch eingesetzt werden kann, und über eine bestimmte pharmakologische Wirkung verfügt.
Es gibt einen bezeichnenden chinesischen Spruch: „Ist er Koch oder Arzt?“

Ausnahmen sind denaturierte Nahrungsmittel, die auch keine Lebensmittel mehr sind, da sie über keinerlei Lebensenergie (Chi) mehr verfügen, und der Körper mehr Energie benötigt sie zu verdauen, als er davon an Energie gewinnt. Ist das Chi im Fluss und genügend davon vorhanden, spricht man von Harmonie und Gesundheit. Stagniert es oder liegt ein Mangel vor, treten Beschwerden und Krankheitsbilder auf.